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Prolog

L'arrivo

Die Ankunft

Willkommen zu diesem Kurs. Du wirst Giulia begleiten, die von Deutschland nach Rom zieht und dort in einer kleinen Bar namens Il Piccolo Forno arbeitet. Die Geschichte erzählt sich in Dialogen, so wie Menschen wirklich sprechen. Du hörst zuerst diese deutsche Einführung, dann folgt jedes Kapitel auf Italienisch, Wort für Wort in dein Deutsch übersetzt. Verstehe zuerst den Sinn, erst danach kommt die Grammatik von selbst. Fang einfach an zuzuhören.

Erzähler Rom, ein Morgen im September.

Erzähler Giulia steht vor einer kleinen Bar mit gelber Fassade.

Erzähler Drinnen riecht es nach Kaffee und warmem Gebäck.

Roberto Guten Morgen. Sie müssen Giulia sein.

Giulia Ja, die bin ich. Guten Morgen.

Roberto Ich bin Roberto. Willkommen im Piccolo Forno.

Giulia Danke. Ich bin ein bisschen nervös.

Roberto Das ist normal. Am Anfang ist jeder nervös.

Giulia Ich spreche noch nicht viel Italienisch.

Roberto Das kommt. Hier lernt man es beim Arbeiten.

Giulia Wirklich? Ohne Kurs?

Roberto Mit Kurs, mit Ohren, mit Kaffee. Drei Dinge, die helfen.

Erzähler Eine junge Frau kommt aus der Küche, Mehl an den Händen.

Sara Hallo. Ich bin Sara. Ich zeige dir alles.

Giulia Danke, das ist nett.

Sara Am Anfang zeige ich, du hörst zu. Später redest du.

Giulia Und wenn ich nichts verstehe?

Sara Dann zeige ich es noch einmal, langsamer.

Erzähler Am Abend davor ist Giulia am Bahnhof Termini angekommen, mit dem Nachtzug aus München und einem schweren Koffer.

Erzähler Sie wohnt in einer kleinen Wohnung in Testaccio. Im Eingang sitzt eine Portiera, die sie schon am ersten Abend genau angeschaut hat.

Roberto Haben Sie die Wohnung gefunden? Ist alles in Ordnung?

Giulia Ja, danke. Die Portiera hat mich gefragt, wie alt ich bin, woher ich komme und ob ich einen Freund habe.

Roberto Dann sind Sie jetzt offiziell in Rom angekommen. Die Portiera ist wichtiger als das Einwohnermeldeamt.

Erzähler Roberto zeigt ihr die Bar. Den langen Tresen, die Kasse, die Glasvitrine mit dem Gebäck. Und die große silberne Kaffeemaschine.

Roberto Ich öffne um sechs Uhr. Sie fangen um halb sieben an. Um sieben kommen die ersten Arbeiter. Die wollen schnell ihren Kaffee.

Giulia Und wer arbeitet noch hier?

Roberto Sara, die Sie gleich kennenlernen. Und Marco, unser Barista. Er sollte eigentlich schon hier sein.

Sara Marco kommt immer ein bisschen später. Das ist hier eine Tradition. Wie der Kaffee am Morgen.

Erzähler Roberto seufzt. Aber er lächelt dabei.

Roberto Sagen Sie, Giulia. Warum Rom? Warum eine Bar? Sie hätten in Deutschland bleiben können.

Giulia Ich habe einen Grund. Einen Grund aus meiner Familie. Den erzähle ich Ihnen, wenn ich ihn auf Italienisch erzählen kann.

Roberto Dann warte ich. In einer Bar hören Sie jeden Tag hundert Gespräche. Sie werden schnell lernen.

Sara Und morgen lernst du die erste Regel. Die wichtigste Regel in jeder römischen Bar.

Giulia Welche Regel?

Sara Das ist eine Überraschung. Aber sie hat mit Geld und mit einem kleinen Stück Papier zu tun.

Erzähler Giulia bindet zum ersten Mal die schwarze Schürze um. Sie ist ein bisschen zu lang.

Roberto Morgen früh, halb sieben. Und keine Angst vor Fehlern. Hier hat jeder Fehler gemacht. Sogar ich. Vor allem Marco.

Erzähler Am Abend geht Giulia nach Hause. Aus dem Fenster sieht sie die Dächer von Testaccio und, weit weg, eine große Kuppel im letzten Licht.

Giulia Ich bin in Rom. Morgen fange ich an.

Erzähler So beginnt die Geschichte, die dieser Kurs erzählt.

Erzähler Zwanzig Kapitel, ein Jahr, eine Stadt voller Geschichte.

Erzähler Höre einfach zu. Der Rest kommt von allein.

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